Rehagerätetechnik und Prothetik
Rehabilitationsgeräte gewinnen durch den medizinischen Fortschritt und eine alternde Gesellschaft zunehmend an Bedeutung. Ziel ist es, Patienten eine effektive, aber schonende Genesung zu ermöglichen. Dafür sind Antriebssysteme gefragt, die sanfte, patientenfreundliche Bewegungsabläufe unterstützen, exakt steuerbar sind und die natürlichen Bewegungsmuster möglichst realistisch nachbilden. In der Prothetik eröffnet die Verbindung von Robotik, Bionik und Medizintechnik völlig neue Möglichkeiten. Bionische Handprothesen werden immer kompakter, leistungsfähiger und alltagstauglicher. Die eingesetzten Antriebslösungen müssen leicht und kompakt sein und unauffällig arbeiten, um den Anwender im Alltag bestmöglich zu unterstützen.
Schneckenradsätze für bionische Roboterhände
Die bionische Hand für Roboter ist einer menschlichen Hand nachempfunden und verbindet fortschrittliche Sensorik mit präziser Antriebstechnik. Über Sensoren und Aktoren werden elektrische Signale in fein abgestimmte Bewegungen umgesetzt. Typischerweise erfolgt die Ansteuerung durch myoelektrische Impulse, KI-gestützte Steuerungsalgorithmen oder externe Eingabesysteme, die das Öffnen, Schließen und differenzierte Greifen der Finger ermöglichen. So lassen sich nicht nur einfache Greifbewegungen, sondern auch komplexe Manipulationen wie Drehen, Positionieren oder simultanes Halten mehrerer Objekte realisieren.
Der Schneckenradsatz von Framo Morat setzt die empfangenen Signale präzise in Bewegung um – leise, zuverlässig und auf kleinstem Bauraum. Die selbsthemmende Wirkung der Schneckenverzahnung ermöglicht das sichere Halten der Fingerposition auch ohne aktiven Antrieb. Durch die kompakte Bauweise bleibt das Gesamtgewicht der bionischen Hand vergleichbar mit einer natürlichen Hand. Das geräuschoptimierte Laufverhalten sorgt für einen unauffälligen und komfortablen Einsatz.
Die Vorteile der Schneckenradsätze im Überblick:
- Selbsthemmung: Für sicheres Halten der Fingerposition
- Kompakte Bauform: Für geringstes Gewicht und minimalen Bauraum
- Geräuschoptimiertes Laufverhalten: Für unauffälligen Einsatz
Antriebssysteme für motorisierte Schulterbewegungsschine
In der Rehabilitation nach Schulteroperationen kommt es auf höchste Präzision an. In einer motorisierten Schulterbewegungsschiene übernehmen zwei Schneckengetriebe die Bewegungssteuerung: Ein Getriebe hebt und senkt den Arm, das zweite führt die Rotation der Schulter aus. Durch die präzise Fertigung mit einem Gesamtspiel von unter 1,5° lassen sich Bewegungen sicher und sanft über den oberen Totpunkt hinaus ausführen – ein entscheidender Faktor, um Schmerzen zu vermeiden und die Genesung optimal zu unterstützen.
Die Vorteile im Überblick:
- Präzise Bewegungssteuerung mit minimalem Gesamtspiel von weniger als 1,5°
- Separate Hebe-/Senkbewegung und Schulterrotation durch zwei präzise abgestimmte Schneckengetriebe
- Sanfte, patientenfreundliche Bewegungsabläufe entsprechend dem natürlichen Bewegungsmuster